Spätzle – glutenfrei und vegan

Im Laufe der Jahre, in denen ich aufgrund meiner Unverträglichkeiten nicht mehr alles essen konnte, habe ich viel rum experimentiert und konnte eigentlich fast alles so umstricken, dass es für mich verträglich war. Das ist jedes Mal ein kleines Fest! Was aber wirklich lange dauerte war ein Ersatz für Spätzle. Mein liebstes Essen auf der ganzen Welt! Blöderweise sind die Hauptzutaten Weizenmehl und Eier. Zwei Dinge, die schwer zu ersetzen sind, wenn sie außer Wasser die einzigen Zutaten sind.

Mit Ei-Ersatz, Guarkernmehl und glutenfreiem Mehl ging es schon (vor allem meine Mama hat dieses Ersatzrezept perfektioniert und mich die letzten Jahre an Weihnachten sehr glücklich gemacht), aber irgendwie erinnerte mich der schneeweiße Teig immer an Kleister und ließ sich einfach nicht so gut verarbeiten wie „echter“ Spätzleteig. Außerdem mag ich es lieber natürlich und nicht mit lauter Pülverchen. Und die Konsistenz der fertigen Spätzle war auch nie so wie das Original.

Umso mehr freue ich mich jetzt, dass ich ein super einfaches Rezept gefunden habe, das mein Schwabenherz höher schlagen lässt! Ich habe schon auf diversen Seiten gelesen, dass Sojamilch und glutenfreies Mehl für Spätzle funktioniert (die Sojamilch gibt die Bindung), hatte aber erst jetzt die Zeit mal selbst damit rum zu experimentieren und die für mich perfekte Mischung herauszufinden.

Ich präsentiere Euch deshalb heute mein ganz persönliches Spätzle-Rezept für alle, die so lange darauf verzichten mussten oder mal was Neues ausprobieren wollen!

Man kann es im Prinzip mit jedem glutenfreien Mehl machen (z.B. Hirsemehl oder Vollkornreismehl), ich habe mich aber für Buchweizenmehl entschieden, da ich den kernigen, herzhaften Geschmack total mag. Und ich habe gleich noch eine Kräuter-Variante mit Petersilie und Schabzigerklee kreiert, damit es sich auch lohnt :-)

Hier also mein Rezept für glutenfreie Spätzle ohne Ei:

Zutaten (für 4 Portionen):

und zusätzlich für die Kräutervariante:

  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 Msp Schabzigerklee

Zubereitung:

  1. Buchweizenmehl, Sojamilch und Wasser in eine Schüssel geben, mit dem Rührgerät zu einer glatten Masse verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  2. Für die Kräuterspätzle-Variante die Petersilie waschen und ganz klein hacken (die Stengel großzügig abschneiden) und zusammen mit dem Schabzigerklee (hier ganz vorsichtig sein, das Gewürz ist schnell überdosiert und dann wird alles bitter) in den Teig rühren.
  3. ca. 15 Minuten stehen lassen, damit es gut quellen kann und nochmal durchrühren.
  4. Einen großen Topf mit Wasser aufsetzen, salzen wie jedes Nudelwasser und aufkochen lassen.
  5. Jetzt den Spätzlehobel oder die Spätzlepresse mit Teig füllen und die Spätzle ins Wasser hobeln/drücken.
  6. Kurz aufkochen lassen (ca. 2 Minuten) und dann abschöpfen.
  7. Das wiederholt Ihr so lange bis der Teig alle ist. Und fertig sind die Spätzle!

Lasst es euch schmecken und mich wissen, ob euch das Rezept gefällt!

Eure Steffi

 

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8 Kommentare

  1. Hi zusammen,
    Wir haben das Rezept zuhause probiert, hat aber nicht geklappt. Unsere Spätzlepresse ist recht fein und sobald die Spätzle im Wasser waren, sind sie an der Oberfläche geblieben und es hat angefangen zu schäumen. Das Wasser hat dann auch nicht durchgängig gekocht. Letztendlich ist der Teig ziemlich zerfallen und wir hatten Matsch zum Abendessen. Schade.

    1. Oh nein, das tut mir total leid! An der Spätzlepresse kann es eigentlich nicht liegen, denke ich. War vielleicht zu viel Sojamilch oder zu wenig Mehl drin? Och Mensch, schade, bei mir hat es bisher immer geklappt…
      Ganz liebe Grüße,
      Steffi

  2. Hallo Steffi,

    … möchte gerne dein Rezept ausprobieren und habe noch eine Frage dazu.
    Du verwendest Sojamilch, die ich nicht vertrage. Meinst du ich kann die gegen
    Reismilch oder auch Reiscuisine ersetzen? (die vertrage ich als Milchersatz am Besten.
    Danke und Herzensgrüße
    Martina

    1. Liebe Martina,
      sorry, ich hoffe, meine Antwort kommt nicht zu spät.
      Also die Sojamilch ist vermutlich nicht ersetzbar, da sie im Vergleich zu den anderen Milchersatz-Sorten ganz toll für die Bindung ist. Du könntest es aber vielleicht mal mit Johannisbrotkernmehl oder Kartoffelstärke versuchen und dann Reismilch nehmen. Ob das klappt weiß ich allerdings leider nicht. Man muss einfach immer ganz viel experimentieren, gell!?
      Viel Erfolg und ganz liebe Grüße,
      Steffi

  3. Ja die Zubereitung und das ganze Rezept scheinen ganz einfach zu sein. ich habe vor kurzem veruscht mich selbst auf glutenfreie Ernährung umzustellen. Das Problem waren immer bei mir die Nudeln. Ich habe auch glutenfreie Spaghetti Nudeln gekauft, aber die schmecken nicht so gut…Ich werde dein Rezept auf jeden Fall nachmachen um zu schauen, wie die Spätzle von dir schmecken :)))

    1. Ja, ich finde die glutunfreien Nudeln, die es zu kaufen gibt auch nicht so prickelnd. Aber immerhin eine Alternative falls man nicht auf Nudeln verzichten will! Vor allem solche mit Reismehl finde ich gut, die mit Maismehl mag ich nicht so besonders…
      Deshalb ist es ja umso besser, wenn man einfach selbst Spätzle machen kann :-) Ich hoffe, sie schmecken Dir. Geht natürlich auch mit einem anderen Mehl als Buchweizen, falls Du das nicht magst.
      Ganz liebe Grüße,
      Steffi

  4. Oh das klingt ja einfach und so toll wenig Zutaten, nix kompliziertes. Hab sogar alles daheim :) Muss ich bald mal testen! Vermisse Spätzle auch sehr

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