Saft oder Smoothie?

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Ihr kennt mich bisher eigentlich als Grüne Smoothie-Lady, aber seit langem wünsche ich mir zudem auch noch einen Entsafter. Und das Christkind hat doch tatsächlich meinen Wunschzettel gelesen und einen gebracht. Juhuuuuu!!!

Säfte haben nämlich genauso ihre Berechtigung wie Grüne Smoothies. Doch was ist eigentlich besser? Was sind die Unterschiede?

Ich versuche heute, genau das zu klären.

Es gibt ja etliche Dokus zum Thema „Juicing“. Ich finde, die beeindruckendste ist „Fat, sick and nearly dead“, in der der Australier Joe Cross 60 Tage lang nur Gemüse- und Obstsäfte zu sich nimmt, um gesund und unabhängig von seinen vielen Medikamenten zu werden. 60 Tage! Für mich waren die 3 Tage Saftkur schon eine Herausforderung! Aber er hat es geschafft und ist tatsächlich gesund geworden, etliche Kilo leichter und nun ein kleiner Star in der „Juice-Szene“.

Man kann also 2 Monate nur von Saft leben und auch noch Wunder damit bewirken. Wie ist das möglich?

Das tolle an Säften ist, dass, wenn sie frisch gepresst bzw. entsaftet sind, die volle Breitseite an Vitalstoffen parat steht. Am besten sind Säfte aus Bio-Gemüse (unbedingt auch grünes Blattgemüse) in Kombination mit Obst (optimal im Verhältnis 3:1), damit möglichst viele verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und Chlorophyll (flüssiges Sonnenlicht, also die pure Energie!) in einem Saft enthalten sind.

Da der Saft im Gegensatz zum Grünen Smoothie keine Pflanzenfasern mehr enthält, fehlen die Ballaststoffe, aus denen unser Körper, je nachdem wie gut unsere Darmflora ist, die Nährstoffe besser oder schlechter verwertet. Dieser Verlust wird beim Saft minimiert, da die Nährstoffe pur und ohne viel Aufwand ins Blut übergehen können. Ich bilde mir nach einem solchen Saft jedenfalls immer ein, dass ich sofort fitter bin.

Säfte nehmen dem Körper also Arbeit ab, da er nicht mehr so viel mit der Verdauung zu schaffen hat und liefern sofort Energie und wichtige Nährstoffe. Großartig! Während dieser Zeit kann der Verdauungsapparat dann nämlich mal Pause machen und es sind Kapazitäten für andere Baustellen frei (z.B. Entgiften, Entzündungen bekämpfen, sonstige Heilungsprozesse etc.). Und wenn man das 60 Tage lang durchzieht…

Entsaften - www.healthyhappysteffi.com

Außerdem kann man mit einem Saft riesige Mengen Nährstoffe in eine relativ kleine Menge Flüssigkeit packen. Das pure Glück sozusagen. Aber natürlich nur, wenn der Saft aus frischem Bio-Gemüse und -Obst (sprich: ohne belastende Pestizide oder sonstige Zusätze) und ganz frisch entsaftet ist. Ein gekaufter Saft aus dem Supermarkt hat damit nichts zu tun und liefert nur Zucker statt Vitalstoffe.

Ein Grüner Smoothie hingegen ist eine richtige kleine Mahlzeit (ausführlich zum Thema Grüne Smoothies habe ich bereits hier berichtet) und besteht aus grünem Blattgemüse, Obst und Wasser. Durch die noch enthaltenen Pflanzenfasern ist er viel dickflüssiger und sättigt richtig, man kann ihn sogar löffeln (z.B. als Smoothie-Bowl mit Müsli). Die Vitalstoffe (die nur mit einem guten Hochleistungsmixer vollständig aus den Pflanzenzellen austreten können) werden langsamer und gleichmäßiger in den Organismus aufgenommen, wodurch man lange satt bleibt, und die Ballaststoffe reinigen den Darm und regen die Verdauung an. Ebenfalls ein großartiger Typ also, dieser Grüne Smoothie.

Green Smoothie Bowl - www.healthyhappysteffi.com

Wie Ihr Euch denken könnt, gibt es genau deshalb auch zwei Lager. Auf der einen Seite die Saft-Befürworter, die schnelle, einfach verfügbare Vitalstoffe versprechen und dem Darm Ruhe gönnen wollen.

Und auf der anderen Seite die Smoothie-Fans, die auf die Wichtigkeit der Ballaststoffe pochen und auf die Kalorien bzw. den (natürlichen!) Zucker in den Säften hinweisen, die man sich zuführt, ohne eine sättigende Wirkung zu haben (bei einem Verhältnis von 3:1 von Gemüse zu Obst im Saft ist das aber ein recht schwaches Argument).

Wer hat denn nun Recht?

Wie so oft: vermutlich keiner. Ich kann beide Lager verstehen und werde mich, Stand jetzt, auf keine der beiden Seiten schlagen. Meiner Meinung nach haben beide Drinks so unendlich viele Vorteile und man schadet sich mit keinem der beiden, so lange sie frisch und selbst gemacht (natürlich auch von der Smoothie- oder Saftbar um die Ecke) sind. Und schmecken tun sie sowieso beide, darüber brauchen wir erst gar nicht reden.

Ich freue mich also einerseits über meinen Entsafter, denn es gibt einiges Gemüse, das man im Smoothie schlechter verarbeiten kann (wie z.B. Rote Bete, Fenchel oder Karotten), die ich jetzt noch mehr in roher Form genießen kann (vielleicht schütte ich deren Saft auch einfach mal in einen Smoothie, wenn ich einen rebellischen Tag habe ;-)).

Andererseits ist ein Smoothie aber auch viel schneller hergestellt als ein Saft, macht gut satt, enthält wichtige Ballaststoffe, die ich nicht missen will und ist mit weniger Putzen verbunden.

Beide sind daher meine Freunde und ich habe gerne Platz in meiner Küche gemacht für den Neuzugang. Ich werde in Zukunft also einfach abwechseln, damit es nicht langweilig wird und sicher öfter den ein oder anderen Saft-Tag einlegen, um meinem Verdauungstrakt eine Pause zu gönnen. Und natürlich wird es ab sofort neben Smoothie-Rezepten auch so einige Saftrezepte hier auf dem Blog geben, damit Ihr an meiner Freude teilhaben könnt.

Juicing - www.healthyhappysteffi.com

Ach, und falls es euch interessiert, ich habe als Entsafter den Philips HR1871, der hat gute Kritiken und ist nicht so übermäßig teuer. Und die drei Säfte, die ich bisher damit gemacht habe, waren alle fantastisch ;-)

Wie haltet Ihr es? Trinkt Ihr auch beides oder gehört Ihr einer der beiden „Seiten“ an?

Ich freue mich über Eure Kommentare, Argumente, Tipps und Fragen!

Eure Steffi

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10 Kommentare

  1. Hallo Steffi!
    Lustig wir haben den selben Entsafter ;) Ich habe meinen ebenfals im Dezember 2014 gekauft :D und die ersten Wochen fleißig Karotten und rote Rüben entsaftet, inkl. einzelne Saftfastentage.
    Aber ich hab dann aufgehört, weil ich den Verdacht hatte, die Karottenüberdosis tut meiner Schuppenflechte nicht gut.
    Jetzt nach einem Jahr bin ich sicher, dass damals ein anderes Lebensmittel Schuld war (Eier!). Aber der Entsafter kommt leider dennoch selten zum Einsatz. Bei dem Philipps ist die Reinigung zwar nicht mega aufwendig, aber dennoch ein Zeitfaktor, den ich unter der Woche nicht habe – und am WE vergesse ich leider.
    Zudem schafft er Salat und anderes Blattzeug leider nicht, laut meines Wissens. Und so bleiben oft nur sehr zuckerlastige Obstsäfte übrig, wo ich mir dann denke „lieber nicht täglich“.

    Wie siehst du das? Oder hast du mittlerweile gemüselastigere Saftkombinationen ausprobiert?

    LG Lenja

    1. Liebe Lenja,

      der Entsafter ist gut, gell!? Und das Reinigen gehört halt leider dazu. Ich mache es immer direkt nach dem Entsaften, damit nichts antrocknet. Aber ich muss zugeben, jeden Tag mache ich das nicht. Vielleicht 2-3 Mal die Woche.
      Gemüse mache ich aber ganz viel rein. Ich liebe z.B. Fenchel (besonders toll mit Orange), natürlich Karotten, Rote Bete, Gurke, Süßkartoffel, aber auch Grünkohl oder Spinat. Das Blattgemüse geht nämlich auch durch den Entsafter. Man muss es nur zu kleinen Päckchen zusammenknüllen und ich stopfe es meistens zwischen zwei Karotten oder Äpfeln mit rein. Das klappt super. Und so hat man auch nicht nur süße Obstsäfte. Probier’s mal aus :-)
      Liebe Grüße,
      Steffi

  2. Ich habe auch seit kurzem einen Entsafter, da mir das dickflüssige irgendwann zu viel war. und die Säfte sind njaamm schnell runter!
    Rezepte wäre ich sehr froh.. Mache immer das selbe im Moment im Karotten und Apfel.

    Freue mich:)

  3. Hallo Steffi, wir haben vor zwei Wochen endlich unseren Entsafter gegen einen Bianco forte „getauscht“ und ich bin sehr glücklich mit der Entscheidung, auch wenn wir etwas draufzahlen mussten. Ich mache seither mindestens alle zwei Tage eine Kanne grünen Smoothie und jeden Tag zwei verschiedene Babybreie. Mit einem Baby und wenig Zeit ist ein Mixer auf jeden Fall die bessere Wahl. Für die Smoothies brauche ich nur 10 Minuten während eine Kanne Saft früher mindestens ein halbe Stunde in Anspruch genommen hat. Und die Babybreie gehen auch schneller und besser als mit dem Pürierstab. Außerdem habe ich jetzt nicht mehr so viele Abfälle und es schmeckt mir einfach besser!
    Deine Rezepte sind übrigens super! Ich habe schon den grünen Smoothie mit Spirulina und den Hangover-Drink gemacht und morgen probiere ich mal die Acai-Beeren-Bowl.
    Liebe Grüße Verena

    1. Liebe Verena,
      da habt Ihr Euch auch einen richtig tollen Mixer rausgelassen! Der Bianco ist echt top!
      Ich bin ja gerade etwas meinem Entsafter verfallen, aber Smoothies liebe ich selbstverständlich noch genauso <3
      Und mit Baby ist ein Mixer ganz bestimmt die bessere Wahl!
      Beeren, Bananen und (Pflanzen-)Milch ist auch immer super und Acai ist total lecker, eigentlich das leckerste von all den Superfoot-Pulvern. Viel Spaß also damit!
      Freut mich auch total, dass Du meine Rezepte ausprobiert hast und dass sie Dir schmecken :-)
      Ganz liebe Grüße,
      Steffi

  4. hi Steffi, also ich gehöre momentan auch noch zum Smoothie Lager, denn den Entsafter kenne ich nur aus jugendzeiten bei meinen Eltern und in der tat nervte mich da das ewige putzen und Schnippel des Obst/Gemüse und natürlich nicht zu vergessen nachher des Entsafter. Und den smoothie nutze ich bisher als vollwertiges Mittagessen im Büro, denke da kann der Saft nicht mithalten. Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen;-))

    1. Liebe Anna,
      Smoothies als Mittagessen klingt super! Und das ist auch so easy mitzunehmen, man muss nichts warm machen und man ist hinterher nicht so platt sondern fühlt sich fit und frisch.
      Ich bin momentan total auf dem Saft-Trip, aber Smoothies werden auf jeden Fall weiterhin eine große Rolle spielen.
      Und ich bin mal gespannt, ob das Saubermachen des Entsafters irgendwann anfängt zu nerven ;-)
      Ganz liebe Grüße,
      Steffi

  5. Ich wünsche mir auch schon länger einen Entsafter aber bisher hatte ich noch keinen Platz. Der große Nachteil ist ja immer das sauber machen des Gerätes, wie ist es denn bei dem Phillips? Eher easy going oder eher Manöver?? Liebe Grüße Jenny

    1. Hallo Jenny,
      das hatte ich auch im Kopf, als ich mich auf die Suche nach einem guten Entsafter gemacht habe. Ich will ja auch dabei bleiben und nicht aus Faulheit wieder aufhören mit dem Entsaften. Der Philips ist da glaube ich echt ein guter (ich habe aber auch keinen Vergleich zu anderen). Man kann alle zu reinigenden Teile zusammen abnehmen (dann tropft es nicht) und direkt ins Spülbecken stellen. Man kann dort dann alles mit Wasser abbrausen, nur der Filter mit den Messern muss mit einer Bürste kurz geschrubbt werden, was aber auch echt geht. Bisher nervt mich der Prozess noch nicht und geht in ca. 2 Minuten (ohne Abtrocknen, ich lasse die Sachen einfach liegen bis sie trocken sind). Ist halt nicht so einfach wie bei einem Mixer, wo man nur Wasser und Spülmittel reingibt und kurz Vollges gibt ;-)
      In diesem Video sieht man am Ende kurz, was gereinigt werden muss: https://www.youtube.com/watch?v=p8OZjvAr2ag
      Ich hoffe, ich konnte Dir damit weiterhelfen. Ich bin jedenfalls sehr happy damit :-)
      Liebe Grüße und einen guten Rutsch,
      Steffi

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