Gesünder im Alltag – Tipp Nr. 1

Gesünder im Alltag_Frühstück

In english, please!

Meine neue regelmäßige Kolumne bringt Euch immer wieder kleine, machbare Tipps für einen gesünderen Alltag. Ohne, dass Ihr über Nacht Euer komplettes Leben über den Haufen werfen müsst!

Ich hoffe, ich kann Euch damit ein paar Anregungen geben und freue mich wie immer über Eure Anregungen, Fragen und Kommentare :-)

Heute also der erste Alltags-Tipp:

MEHR BALLASTSTOFFE ESSEN

Es wird empfohlen, täglich 30 g Ballaststoffe zu sich zu nehmen, in Deutschland werden im Schnitt aber nur ca. 15 g verzehrt. Dabei unterstützen sie uns an ganz vielen Stellen und belasten den Körper nicht, wie man früher dachte (daher der Name).

Ballaststoffe kommen praktisch nur in pflanzlichen Lebensmitteln vor und können Folgendes:

  • Sie bewirken, dass das Essen länger gekaut wird, wodurch die Speichelproduktion angeregt wird, was wiederum vor Karies schützt.
  • Sie quellen im Magen auf und füllen ihn, wodurch man länger satt bleibt. Das hilft auch beim Abnehmen, da ballaststoffreiches Essen bei gleichem Volumen eine geringere Energiedichte hat als fett-oder eiweißreiches Essen.
  • Sie lassen den Blutzucker langsamer ansteigen, da der Zucker langsamer ins Blut abgegeben wird und erst noch aufgespalten werden muss. Das schützt vor allem vor Typ 2 Diabetes bzw. hilft bereits Erkrankten.
  • Sie hemmen fettspaltende Enzyme, was dazu führt, dass der Körper weniger Fett aufnimmt.
  • Sie binden Gallensäure und regen die Produktion neuer Gallensäure an, wozu Cholesterin benötigt wird. Sie wirken dadurch also auch Cholesterin-senkend.
  • Sie nähren die guten Darmbakterien im Dickdarm und regulieren somit die Verdauung. Außerdem regen sie die Darmperistaltik an und beugen so Verstopfung vor.
  • Sie binden Giftstoffe, die mit der Nahrung in den Verdauungstrakt gelangen und transportieren sie ab.

Zusammengefasst helfen die B-Boys, wie ich sie liebevoll nenne (hahaha, nein quatsch) u.a. bei folgenden Erkrankungen: Verstopfung, Hämorrhoiden, Darmkrebs, Diabetes, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen!

Gesünder im Alltag_RoteBeete

Hier ein paar Ideen, wie Ihr mehr Ballaststoffe in Eure Ernährung einbauen könnt:

  • Zu jeder Mahlzeit etwas Rohkost dazu snacken (z.B. Salat, ein paar Paprika-Streifen oder kurz gedünstetes Gemüse, anstatt der Pommes? Oder einfach noch dazu?)
  • Bei Brot, Reis, Nudeln, Müsli lieber mal zur Vollkorn-Alternative greifen (z.B. enthalten 4 Scheiben Vollkornbrot 15 g Ballaststoffe. Für den selben Wert müsste man 20 Scheiben Toastbrot oder 15 Croissants essen und hätte erst die Hälfte des Tagesbedarfs gedeckt)
  • Frisches Obst, v.a. Beeren essen (das ist nicht schwer, oder? z.B. im Müsli, im Joghurt, pur oder vielleicht als rote Grütze?)
  • Smoothiiiiies !!! :-)
  • Nüsse und Samen knabbern (kann man auch über den Salat streuen, das wird inzwischen auch in fast jeder Kantine angeboten)
  • Trockenobst naschen (getrocknete Feigen sind z.B. der Hit! (geschmacklich und was den Ballaststoffgehalt (9,6 g je 100 g) angeht)
  • Beim Backen einfach mal die Hälfte des Mehls durch Vollkornmehl ersetzen

Wichtig zu wissen außerdem:

  • festes Obst und Gemüse (z.B. Karotten, Kohlrabi, Paprika, Rote Bete, Fenchel) enthält mehr Ballaststoffe (2-5 g je 100 g) als wasserhaltiges wie Gurken, Zucchini oder Tomaten(0,5-1 g je 100 g)
  • Hülsenfrüchte sind sehr ballaststoffreich (>7 g je 100g)
  • am besten ist ein 50:50-Verhältnis von Ballaststoffen aus Vollkorn und Obst/Gemüse
  • da die Ballaststoffe im Magen und Darm aufquellen und dem Verdauungssystem Wasser entziehen, solltet Ihr immer genügend trinken, sonst kann es zu Krämpfen oder Verstopfung kommen.
  • Wenn Ihr bisher nicht so viele Ballaststoffe gegessen habt, übertreibt es nicht gleich, sondern nehmt Schritt für Schritt immer mehr in den Speiseplan auf, sonst wird Euer Verdauungstrakt überfordert.

So, dass war’s mit schlauen Tipps für heute :-)

Ich hoffe, es war was für Euch dabei!

Alles Liebe,

Steffi

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5 Kommentare

  1. Hallo Steffi,

    ich lebe jetzt zwar gesünder aber ich sehe nichts mehr. Bitte die Schrift größer einstellen.

    Danke Horst

    1. Lieber Horst,
      danke für Dein Feedback! Das Design ist leider so festgelegt und damit auch Schrift und Schriftgröße. Du kannst das aber in den Einstellungen Deines Browsers größer einstellen, damit Du meinem Blog weiter folgen kannst und gesund und glücklich bleibst. :-)
      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag, Steffi

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