Gesunde Einkaufstipps – Worauf achten beim Einkauf?

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Seit ich mich mit dem Thema gesunde Ernährung mehr beschäftige, achte ich beim Einkaufen auf viele Dinge. Nicht nur wo ich einkaufe, sondern auch was ich einkaufe ist wichtig. Denn nur weil „gesund“ draufsteht, muss das noch lange nicht drin sein. Im Gegenteil, meist, wenn auf einer  Packung groß die Begriffe „Wellness“, „fit“ oder ähnliches stehen, ist alles andere drin! Also aufgepasst beim Einkaufen!

Ich habe Euch daher hier in ein paar Einkaufstipps zusammengefasst, worauf man achten sollte, wenn man gesunde und gute Lebensmittel will.

Los geht’s!

Bio/ Dirty Dozen

Es lohnt sich, öfter mal zu Bio zu greifen. Bei Fleisch, Fisch und Eiern auf jeden Fall, schon allein wegen der Antibiotika, Tierhaltung und Qualität, bei Obst und Gemüse wegen der Pestizide! Wenn Ihr nicht alles Bio kaufen könnt oder wollt, achtet zumindest darauf, das Obst und Gemüse des dreckigen Duzend in Bioqualität zu kaufen (lest hierzu auch meinen ausführlichen Beitrag zum Thema).

Regional und Saisonal

Regional und saisonal angebautes Gemüse und Obst wächst so natürlich wie möglich. Nämlich dann, wenn die Zeit dazu ist. Und es wird auch geerntet, wenn es an der Zeit ist und nicht zwei Wochen vorher, damit es noch um die halbe Welt geflogen werden kann. Saisonale Produkte werden geerntet, wenn sie auf dem Höhepunkt ihrer Reife sind und das bedeutet für uns, dass die Nährstoffdichte am größten ist. Das ist so von der Natur vorgesehen. Die Früchte sind süß, saftig, bunt und prall, voller Vitamine und schön bekömmlich. Wir bekommen also das bestmögliche Paket.

Frische

Die meisten Vitamine hat eine Frucht, wenn sie noch am Baum hängt (und reif ist), danach geht es mit dem Vitamingehalt bergab. Am besten wäre es also, wir stellen uns unter einen Apfelbaum und beißen in den Apfel, der noch am Baum hängt bzw. warten, bis er reif in unseren Mund fällt ;-)

Da ich keinen Apfelbaum und keinen Garten habe, kann ich das leider nicht so umsetzen, aber ich gehe stattdessen mehrmals wöchentlich einkaufen. Wenn es geht, am liebsten auf dem Markt. Denn frischer geht es nicht, weil wie schon oben erwähnt: regional = umme Ecke = gestern noch auf’m Feld und nicht im Flugzeug rum gelegen.

Und dann das Gekaufte natürlich auch gleich essen und verarbeiten und nicht ewig und dekorativ in der Obstschale liegen lassen, gell ;-)

Abwechslung und Farbe

Nicht alle Nährstoffe sind in jedem Lebensmittel drin. Die Natur hat das aber schon sehr clever eingerichtet und dem Obst und Gemüse viele unterschiedliche Farben gegeben, über die man auch auf die enthaltenen Antioxidantien bzw. sekundären Pflanzenstoffe schließen kann. So sind Carotinoide, Lycopin, Polyphenole, Flavonoide etc., die gegen viele chronische Krankheiten helfen können und äußerst wichtig für uns sind, nicht in jedem Lebensmittel (gleichermaßen) enthalten. Wenn wir aber bunt essen, bekommen wir (optimalerweise) von jedem Stoff etwas ab und haben so den optimalen Mix. Und für’s Auge ist es auch nicht schlecht, oder?

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Inhalts- und Zusatzstoffe

Schon allein, weil ich so viel Unverträglichkeiten habe, ist es für mich ganz normal, die Zutatenliste von Lebensmitteln zu lesen. Am liebsten kaufe ich ja Lebensmittel, die gar keine Verpackung und damit keine Zutatenliste haben, das bedeutet nämlich, dass sie natürlich und unverarbeitet sind. Wenn aber eine Verpackung drum ist, lese ich genau, was da drauf steht. Ich werde mich dem Thema Inhalts- und Zusatzstoffe hier auf dem Blog auf jeden Fall noch ausführlicher widmen, denn da gibt es so viel zu sagen und zu wissen. Die fünf wichtigsten Punkte habe ich aber hier schon mal zusammen gefasst:

  1. Was an erster Stelle in der Zutatenliste steht, ist am meisten enthalten.
  2. Wenn mehr als fünf Zutaten drauf stehen, sollte man es eigentlich lieber nicht kaufen, denn dann ist das Lebensmittel schon stark verarbeitet und nicht mehr natürlich.
  3. Salz, Zucker und Fett sind die Top 3 Stoffe, die ganz oft unnötigerweise zugesetzt werden, um ein Lebensmittel „leckerer“ zu machen. Denn diese drei liebt unser Körper seit Millionen von Jahren, denn sie bedeuten Energie. Genau von solchen Lebensmitteln kann man daher sich leicht süchtig werden (wird also mehr davon kaufen). Vor allem, wenn ganz einfacher Industriezucker drin ist, der vom Körper easy-peasy aufgenommen und in Energie umgewandelt werden kann, ohne dabei viel Energie zu verbrauchen. Zucker verbirgt sich auf den Zutatenlisten z.B. hinter folgenden Begriffen (achtet einfach auf die Endung -ose und -sirup, das hilft): Saccharose, Glukose, Fruktose, Maltose, Dextrose, Laktose, Maltodextrin, Invertzuckersirup, Glukosesirup, Fruktosesirup.
  4. Geschmacksverstärker wie Glutamat, die alles andere als gut für uns sind und uns ebenfalls süchtig nach mehr machen, verbergen sich z.B. hinter folgenden Begriffen: Hefeextrakte, Tomaten- und Pilzkonzentrate, Weizen- und Milcheiweißerzeugnisse, Aroma
  5. Natürliches Aroma ist leider nicht besser als künstliches Aroma (was man eigentlich denken würde), denn der Begriff „natürlich“ kann auch bedeuten, dass Schimmelpilze (!) oder Holzspäne, die ja an sich was natürliches sind, mit Aromastoffen geimpft werden und als Träger dienen. Toll, oder? Also ich gebe meinem Joghurt lieber durch frisches Obst, Ahornsirup, Kakao, Apfelmark etc. ein gutes Aroma ;-)

So, ich hoffe, diese kleine Einkaufskunde hilft Euch, gesunde Ernährung besser in den Alltag einzubauen.

Wie immer freue ich mich über Kommentare, Fragen, Anregungen etc.

Eure Steffi

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2 Kommentare

  1. Natürliche Aromen solltest du nicht einfach so verteufeln! Sie haben auch Vorteile, welche man beachten sollte. Zum Beispiel: natürliches Vanille-Aroma wird aus Holz gewonnen. Dieses ist natürlich und nicht durch Schadstoffe usw. belastet. Man merkt geschmacklich kaum einen Unterschied. Aber anders als richtige Vanille muss das Holz nicht um die halbe Welt fliegen bis es hier ist, wir haben ja selbst auch Holz. Zudem gäbe es gar nicht genug richtige Vanille, um alle verkauften und produzierten Produkte zu aromatisieren. Zudem kommen weitere Aspekte wie Pestizide, faire Arbeitsbedingungen / Ausbeutung der Arbeiter in den Ländern die Vanille anpflanzen und ernten, usw. welche beim natürlich hergestellten Aroma meistens wegfallen.

    1. Liebe Nicole,

      danke für Dein Feedback!
      Du kennst Dich ja richtig gut mit Vanille-Aroma aus.
      Ich wollte mit dem Punkt zu natürlichen Aromen einfach zu Bedenken geben, dass natürliches Aroma nicht das ist, was sich die meisten darunter vorstellen und dass man darüber nachdenken kann, ob man so was will. Ich aromatisiere mein Essen am liebsten sowieso selbst mit Früchten, Honig etc. und kaufe keinen Vanilletee, -joghurt etc. Aber ich verwende auch Vanille zum Kochen und -backen und die wird in der Tat um die halbe Welt geschippert, da hast Du Recht.
      Liebe Grüße,
      Steffi

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