Kartoffeln – meine große Liebe

Kartoffeln - so gesund und lecker!

Ja, ich habe viele Lieblingslebensmittel. Gemüse, Obst und Getreide in allen möglichen Varianten zählen zu meinen Favoriten. Aber ich habe eine ganz große, wahre Liebe: Kartoffeln.

Denn egal wie schlecht es mir geht (z.B. auch als ich vor ein paar Jahren eine Gastritis und eine Bauchspeicheldrüsenentzündung hatte), Kartoffeln vertrage ich immer, denn sie sind extrem bekömmlich. Und soo gesund!

Ich ärgere mich daher immer, wenn mir Leute erzählen, dass sie keine Kartoffeln essen, weil sie dick machen. Das ist einfach Unsinn, sorry! Sie enthalten viel Stärke, ja. Aber man muss einfach unterscheiden, welche Kartoffeln man isst und wie man sie zubereitet. Dann können auch Low Carb-Freunde sie genießen.

Es ist nämlich so, dass der Stärkegehalt und somit der glykämische Index (Einfluss auf den Blutzuckerspiegel), auf den auch viele Low Carbler achten, davon abhängt, wie frisch die Kartoffeln sind.

Speisefrühkartoffeln z.B. (vor dem 10. August geerntet), wenn sie zudem nicht zu lange gelagert und als Pellkartoffeln zubereitet wurden, haben einen mittleren glykämischen Index und ganz viele Vitamine und Mineralstoffe.

Nach dem 10. August gibt es dann die Speisekartoffeln, die man in drei Kategorien einteilt:

1. Festkochend, das heißt, sie haben ein festes Fruchtfleisch und behalten beim Kochen ihre Struktur. Man nimmt sie am besten für Kartoffelsalat, Bratkartoffeln, Salzkartoffeln oder Pellkartoffeln.

2. Vorwiegend festkochende Kartoffeln haben eine mittlere Festigkeit und sind toll, wenn man eine leckere Sauce dazu hat, die ein bisschen aufgesaugt werden soll. Man kann mit ihnen auch Brat-, Salz- und Pellkartoffeln machen.

3. Mehligkochende Kartoffeln haben den größten Stärkegehalt und einen hohen glykämischen Index. Mit ihnen macht man am besten Kartoffelbrei, Kartoffelsuppe, Klöße usw.

Kartoffeln - meine große Liebe

Generell sind aber alle Kartoffeln, egal welchen Typs, super gesund (vor allem empfohlen gegen Bluthochdruck), denn sie bringen eine Menge wertvoller Inhaltsstoffe mit und enthalten fast kein Fett.

Neben Kohlenhydraten (Stärke) enthalten sie viele Vitamine und Mineralstoffe sowie eines der hochwertigsten Eiweiße unter den pflanzlichen Eiweißstoffen mit vielen essentiellen Aminosäuren (das sind die, die der Körper nicht selbst herstellen kann), v.a. Lysin.

Was genau drin ist seht ihr hier in der Tabelle (Quelle: EUFIC.org), sogar aufgeteilt nach Zubereitungsart.

Kartoffeln Nährstofftabelle

Da mit dem Kochen viele der Vitamine verloren gehen, weil sie hitzeempfindlich oder wasserlöslich sind, kocht man Kartoffeln am besten mit Schale. Dann ist der Vitaminverlust nicht so groß. Am besten dämpft oder dünstet man sie auch und frittiert sie nicht durch. Auch im Dampdrucktopf verlieren sie einiges ihrer guten Inhaltsstoffe.

Ich bereite sie am liebsten in so einem Dampfeinsatz zu. Einfach ungefähr gleich große Kartoffeln in den Einsatz legen, etwas Wasser in einen Topf geben und den Einsatz reinstellen. Deckel drauf und ca. 20 Minuten dämpfen. Richtig lecker und kartoffelig!

Ich esse Kartoffeln z.B. meist mit Schale. Das schmeckt mir einfach total gut und es sind viele Ballaststoffe darin enthalten. Man muss aber aufpassen, dass die Schale nicht grün ist, denn das bedeutet, dass sie das (in größeren Mengen) giftige Solanin enthält.

Ein weiterer kritischer, weil evtl. krebserregender Stoff, der immer wieder in Zusammenhang mit Kartoffeln genannt wird, ist Acrylamid. Das entsteht, wenn Kohlenhydratreiche Lebensmittel zu stark erhitzt werden. Ein weiterer Grund also, Kartoffeln lieber nicht zu frittieren sondern lieber zu dämpfen.

Ach, und eine kleine lustige Geschichte zur Einführung der Kartoffel muss ich Euch am Ende noch erzählen:

Früher wurde die Kartoffel nämlich erst mal als Zierpflanze angebaut, weil sie so schön blüht. Erst Friedrich der Große bemerkte, dass man die Knollen auch essen kann. Allerdings wollte das keiner. Deshalb ließ der Friedrich vor den Toren Berlins riesige Kartoffelfelder anlegen und zum Schein von Soldaten bewachen. Die Bauern dachten, dass das ein Zeichen für die Kostbarkeit der Knolle sei und stahlen nachts die Kartoffeln vom Feld, um sie selbst anzupflanzen. Danke Fritz, Du alter Fuchs! ;-)

So, ich hoffe, ich habe Euch ein bisschen von meiner Kartoffel-Liebe mitgeben können.

Hier auch zwei Kartoffel-Rezepte, falls Ihr Inspiration sucht:

Fächerkartoffeln

Rösti

Eure Steffi

 

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5 Kommentare

  1. Schöner Beitrag!
    Und vielleicht kannst Du mir auch gleich bei einer Kartoffelfrage weiterhelfen :-)
    Und zwar habe ich letztens auf einer Grillfeier „Drillinge“ probiert und für sehr lecker befunden. Ich wollte sie dann zu Hause gleich nachkochen, finde aber im Supermarkt nur welche aus Israel. Das passt ja dann mit dem Anspruch, möglichst regional einzukaufen, nicht so recht zusammen. Weißt Du, ob diese Sorte hier überhaupt angebaut wird bzw. welche regionalen Sorten vielleicht ganz ähnlich schmecken?
    Ich freue mich über Rückmeldung!
    Viele Grüße
    Nina

    1. Liebe Nina,
      wenn ich das richtig weiß, sind Drillinge einfach nur kleine Kartoffeln. Also ganz egal, welche Sorte, wenn sie unter einer bestimmten Größe sind, werden sie „Drillinge“ genannt. Du müsstest also wissen, welche Sorte das damals beim Grillen war, wenn Du die so lecker fandest :-)
      Liebe Grüße,
      Steffi

      1. Da hat sich das Fragen ja schon gelohnt :-) Danke! Dann erkundige ich mich auf unserem Mark einfach mal nach kleinen Kartoffeln und teste mich durch die Geschmäcker.

  2. Kann ich total gut nachvollziehen, ich liebe Kartoffeln ebenfalls und esse Sie auch sehr oft. Und ich halte eine Ernährung mit „Low Carb“ sowieso für nicht gesund und ausgewogen, also immer rein mit den Kartoffeln :-)

    1. Haha, jaaaa! Immer rein damit! Ich persönlich brauche Kohlenhydrate auch so sehr, dass ich niemals auf die Idee käme, mich Low Carb zu ernähren. Aber jedem das Seine ;-)
      Kartoffelige Grüße,
      Steffi

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