Antipasti-Tofu

Wie sieht es bei Euch aus mit Tofu? Mögt Ihr ihn? Kocht Ihr viel damit?

Also ich persönlich habe zu Tofu ein sehr gemischtes Verhältnis.

Wenn ich beim Thailänder essen gehe, nehme ich ihn ganz gerne anstelle von Fleisch, denn da schmeckt er meist gut, aber zuhause verwende ich ihn nicht so häufig. Weil er mir einfach zu langweilig schmeckt. Auch die gewürzten oder geräucherten Varianten die man so kaufen kann haben mich bisher noch nie wirklich überzeugt. Manchmal verwende ich noch Seidentofu, der so weich und cremig ist, das man ihn gut für Süßspeisen nehmen kann, aber das war es bisher auch.

Aber wie so oft muss man sich einfach mal rantrauen, experimentieren und Geduld haben, dann klappt es auch mit dem Tofu.

Wenn man ihn etwas länger einlegt, nimmt er nämlich ganz viele tolle Aromen an! Und glaubt mir, dann schmeckt er richtig lecker und man denkt gar nicht mehr an den faden, blassen Brocken, den viele beim Wort „Tofu“ im Kopf haben.

Ich habe ihn dieses Mal mediterran als Antipasti-Tofu eingelegt, passend zur Sommer- und Grillsaison. Er passt außerdem auch toll zu Pasta oder als zusätzlicher Kick in einem Gurken-, Tomaten- oder Blattsalat etc.

Probiert es doch mal aus, ich verspreche Euch, das überzeugt auch Zweifler!

Im Prinzip seid Ihr auch ganz frei darin, wie Ihr ihn einlegt. Wichtig sind geschmackvolle Kräuter und Gewürze, leckeres Öl und ein bisschen Zeit. Alles andere könnt Ihr variieren. Eine scharfe Variante mit Chili ist zum Beispiel auch großartig!

Hier aber mal meine Variante, mit Knoblauch, Oliven, getrockneten Tomaten und Artischocken.

Zutaten:

  • 1 Pck. fester Tofu
  • 1 Hand voll Oliven
  • 1 Hand voll getrocknete Tomaten
  • 3-4 Artischockenstücke aus dem Glas
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 Hand voll frische Kräuter (ich habe Oregano und Basilikum verwendet)
  • Olivenöl
  • Pfeffer
  • Salz

Zubereitung:

  1. Tofu würfeln und in eine Schüssel geben.
  2. Knoblauchzehen grob bis fein würfeln (ich mag es ganz gern, wenn man auf die Stückchen drauf beißt, man kann ihn aber auch ganz winzig klein hacken) und drüber geben.
  3. Getrocknete Tomaten, Artischocken, Oliven und Kräuter klein schneiden und dazugeben. Gründlich vermischen und mit etwas Pfeffer und Salz abschmecken.
  4. In ein sauberes Glas geben und mit Olivenöl auffüllen, sodass alles damit bedeckt ist.
  5. Deckel draufschrauben und 4-5 Tage in den Kühlschrank stellen. Fertig.

Buon Appetito!

Eure Steffi

PS: Nach 5 Tagen ist er toll durchgezogen, aber auch nach 2 Tagen hat er schon ordentlich Geschmack angenommen – falls es mal ein bisschen schneller gehen soll. Ihr könnt ja auch immer wieder das Glas aufschrauben und zur Kontrolle naschen ;-)

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4 Kommentare

  1. Hallo Steffi,

    hast du mal den frischen Tofu aus dem Asia-Markt probiert? Weiße Blöcke freischwimmend in Eimern… der beste Tofu, den ich je gegessen hab. Sogar pur mit etwas Sojasauce.

    Gruß, June

  2. Ich esse täglich Tofu, aber kann deine Erfahrung bestätigen: pur schmeckt der wirklich nicht nach mega viel. Grilltofu find ich sehr uninteressant und langweilig. Da grille ich lieber Gemüse und esse eine Süßkartoffel dazu.
    Aber marinierter Tofu mit Gemüse und Erbsennudeln vermischt ist sehr lecker, schmeckt man nichts komisches raus und für mich vegane Sportlerin eine tolle Proteinportion. :)

    1. Liebe Lenja,
      das hört sich sehr lecker an! Habe den marinierten Tofu auch schon überall mit reingeworfen und finde auch, dass er toll zu Nudeln passt (als Nudelsalat oder warm). Aber wie Du schon sagtest, ohne marinieren ist er einfach fade, egal was man macht ;-)
      Liebe Grüße,
      Steffi

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