7 Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Küche

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Heute geht es mal um etwas, das mich seit ein paar Jahren immer mehr beschäftigt: Nachhaltigkeit.

Ich frage mich nämlich immer wieder, wie ich meinen Teil dazu beitragen kann? 

Laut Definition entspricht eine nachhaltige Entwicklung den Bedürfnissen der heutigen Generation und hat zum Ziel, unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge zu hinterlassen.

So weit, so gut, das wollen wir glaube ich alle. Aber was kann der Einzelne tun?

In der globalisierten Welt fühlt man sich heute ja oft als ganz kleines Rädchen, das kaum einen Einfluss hat. Außerdem gibt es so viele Baustellen, an denen man ansetzen könnte, aber das Leben soll ja auch noch Spaß machen. Ohne ständig ein schlechtes Gewissen zu haben. So denke ich jedenfalls. Auch wenn ich mich manchmal ganz schön verstricke, wenn ich versuche, alles richtig zu machen und dabei manchmal auch etwas über das Ziel hinaus schieße. Letztendlich suche ich persönlich den Mittelweg zwischen gar nichts tun und alles perfekt machen.

Ich denke, es ist auch unrealistisch, dass die ganze Welt ihr Verhalten radikal ändert. Der technische Fortschritt hat uns einfach zu viele Annehmlichkeiten gebracht, auf die wir nicht mehr verzichten wollen. Aber genau da ist glaube ich der Knackpunkt: nicht alle nachhaltigen Entscheidungen bedeuten immer nur Verzicht. Manchmal muss man sich nur etwas umgewöhnen und profitiert am Ende noch (z.B. gesundheitlich oder finanziell) oder hat sogar noch mehr Spaß.

Einen guten Artikel darüber habe ich neulich auf Zeit Online gelesen. Hier wird mal offengelegt, was sich wirklich lohnt und wo man sich sein schlechtes Gewissen sparen kann (kleiner Tipp: Sahneschlagen mit der Hand ist zum Beispiel unnötig ;-)).

Da das Thema Nachhaltigkeit natürlich wahnsinnig viel Stoff hergibt, konzentriere ich mich heute mal auf einen kleinen Ausschnitt, in dem ich mich glaube ich ganz gut auskenne. Nämlich: in der Küche. (Guuute Hausfrau!! ;-))

Ich habe Euch 7 Tipps zusammengefasst, wie man in der Küche, beim Kochen und in Sachen Lebensmitteln nachhaltige Entscheidungen treffen kann, ohne gleich als Selbstversorger in eine einsame Berghütte ziehen zu müssen. Also schaut mal, ob da was für Euch dabei ist:

1. Mehrweg statt Einweg

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  • Ja, ich weiß, es ist voll toll, wenn man einen fetten Pfandbeleg aus dem Pfandflaschen-Automat bekommt. Ich freue mich da auch immer. Aber die Einwegflaschen (die mit den 25 Cent Pfand) werden leider nicht wieder befüllt sondern nur geschreddert und landen im Müll. Nur ein Teil davon wird dann wieder zur Flaschenproduktion verwendet.
  • Mehrwegflaschen (die, die in den umständlicheren Pfandautomat mit den zwei Schiebetüren oben und unten kommen) werden hingegen 25-50 Mal wieder verwendet (je nachdem ob sie aus Plastik oder Glas sind).
  • Bei Wasser ist es sogar am einfachsten, Leitungswasser zu nehmen (ich filtere meins immer, da man ja nicht weiß, was in den alten Leitungen so alles drin ist), da spart man sich auch noch die Schlepperei. Wer es mit Kohlensäure mag, kann sich z.B. auch noch so ein Sprudelgerät anschaffen. So spart man viel Plastik, Glas, Reinigungsmittel und LKW-Kilometer.

2. Die gute Jute

  • Inzwischen ist es ja sogar hip, also nehmt die Jutetasche, einen Korb, Rucksack oder was auch immer von zu Hause mit, wenn Ihr einkaufen geht und spart Euch die Plastiktüten.
  • Im Supermarkt achte ich außerdem noch darauf, Obst und Gemüse möglichst lose zu kaufen (nicht eingeschweißt) bzw. packe wenn, dann Äpfel, Birnen und Karotten in dieselbe Tüte (natürlich davor einzeln abgewogen) und klebe dann alle drei Etiketten drauf. (Und auf dem Markt kommt eh alles in eine Tasche.)

3. Strom sparen

Es gibt viele Möglichkeiten, in der Küche Strom zu sparen:

  • Wasserkocher für’s Nudelwasser etc. verwenden anstatt das Wasser im Topf zu erhitzen
  • Topf passend zur Herdplatte wählen und Deckel auf den Topf, damit keine Wärme unnötig entweicht und somit Energie verschwendet wird
  • Kühlschrank nicht ewig offen stehen lassen
  • Schnellkochtopf verwenden (hier steige ich leider aus, denn ich habe Angst vor den Dingern :-/)
  • Spülmaschine benutzen anstatt von Hand zu spülen
  • Toaster statt Backofen benutzen beim Aufbacken von Brötchen

4. Bio, regional und saisonal

Biolebensmittel_1

  • Man kann es nicht oft genug wiederholen: es bringt so viele Vorteile, regional und saisonal einzukaufen! Die Lebensmittel müssen nicht weit transportiert werden, sie sind frischer, sie wurden auf dem Höhepunkt ihrer Reife geerntet und sind somit maximal vollgepackt mit Vitaminen und Nährstoffen und wir unterstützen unsere regionalen Bauern.
  • Wenn es dann doch mal Tomaten im Winter sein sollen, greift lieber zu Freilandtomaten aus Italien oder Spanien als zu Treibhaustomaten, denn diese produzieren 100 x mehr schädliche Klimagase.
  • Was die Bio-Frage angeht: die Böden und das Grundwasser werden beim biologischen Anbau nicht so sehr ausgelaugt und belastet. Wobei man in punkto Nachhaltigkeit sagen muss: Bio-Äpfel aus Argentinien sind auch nicht das gelbe vom Ei. Da dann doch lieber konventionell angebaute aus Deutschland. Hier muss man einfach im Einzelfall  abwägen.

5. Weniger Fleisch

  • 18% des weltweiten CO2-Ausstoßes geht auf das Konto der Fleischproduktion. Eine krasse Zahl, wie ich finde. Und da es ohnehin aus gesundheitlicher Sicht ratsam ist, weniger Fleisch zu essen, wäre es doch nicht schlecht, einen Veggie-Tag in der Woche einzuführen. Es muss ja auch nicht der Donnerstag sein ;-)
  • Und wer noch einen Schritt weiter gehen will, kann es ja sogar auch mit einem veganen Tag versuchen, denn auch die Haltung von Nutztieren wie z.B. Milchkühe oder Legehennen produziert wahnsinnig viele Abgase (das Thema artgerechte Tierhaltung klammere ich hier aus, das würde den Rahmen heute sprengen).

6. Müll vermeiden und trennen

  • Wie wäre es mal wieder mit dem guten alten Einkaufszettel? Der hilft, nicht so viel Quatsch bzw. zu viel zu kaufen. Außerdem lohnen sich XXL-Packungen nur, wenn man auch wirklich eine XXL-Familie ist. Auch wenn der Preis lockt – am Ende wird doch oft die Hälfte weggeworfen, weil man nicht schnell genug alles aufessen konnte. In Deutschland werden nämlich jährlich 15 Mio. Tonnen Lebensmittel weggeworfen!! Und das nicht nur vom Endverbraucher. Eine sehr aufschlussreiche Doku dazu ist „Taste the Waste“
  • Und wenn doch mal was übrig bleibt: friert ein, macht Suppe draus, werft alles in eine Pfanne und macht Reis dazu, macht Knödel draus, legt die Sachen auf ne Pizza, macht ein Sandwich für die Mittagspause draus, macht Fruchtmus, macht einen Nudelsalat damit etc…. meine besten Rezepte entstehen, wenn ich Sonntags nicht mehr viel außer Resten da habe bzw. nichts Neues mehr dazu kaufen kann ;-)
  • Leere Schraubgläser ( am liebsten die von Kichererbsen oder Kokosöl) wasche ich aus und verwende sie für meine diversen Müsli-Zutaten wie Gojibeeren, Kakaonibs etc. oder für Gewürze. Super Schwaben-Trick!
  • Bei Küchengeräten und -helfern achte ich inzwischen auf Qualität. Lieber einmal etwas mehr bezahlen, dafür aber nicht innerhalb von fünf Jahren drei Stabmixer verschleißen.
  • Ach ja, und Mülltrennung ist ja wohl eh jedem klar. Bio-, Restmüll, Papier, Glas, Unterschied kennste, ne? ;-)
  • Siehe auch nochmal Punkt 2 zur Vermeidung von Verpackung.

7. Nachhaltig Putzen

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  • Es gibt super Bio-Putzmittel, die unsere Gesundheit und das Grundwasser nicht so sehr belasten (z.B. von Ecover, Sodasan, Sonett, oder sogar selbst gemacht).
  • Und wunderhübsche Spüllappen, die man genauso wie Geschirrhandtücher in die Waschmaschine schmeißt und immer wieder benutzt. Ich habe z.B. diese mal aus Dänemark mitgebracht und die halten schon seit 1,5 Jahren und es gibt sie in allen Farbnuancen.
  • Ach ja, ganz neu für mich entdeckt habe ich diese kleinen Dinger hier, die den Wasserkocher vor Kalk bewahren. Großartig ;-)

So, ich hoffe, ich konnte Euch damit ein bisschen inspirieren oder zum Nachdenken anregen. Das sind ja alles Tipps, die keine große Umstellung bedeuten (wie z.B die Anschaffung eines Elektroautos oder ein Energiesparhaus), aber doch am Ende einen kleinen Unterschied machen können.

Es gibt bestimmt auch noch soo viel mehr Tipps und Ideen und ich freue mich über Eure Kommentare zu dem Thema!

Alles Liebe,

Eure Steffi

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4 Kommentare

    1. Oh wie schön! Danke für den Tipp, liebe Nina! Dann muss ich da unbedingt mal vorbei schauen, wenn ich das nächste Mal in Stuggi bin.

  1. Ah, da lebe ich ja total nachhaltig und weiß es nicht mal ;o)
    Bei fast jedem Punkt konnte ich sagen, mach ich schon so. Ich bin zum Beispiel die geborene Einfriererin ;o) Ich friere so gut wie alles ein was übrig ist, damit es nicht schlecht wird und ich es wegschmeißen muss. Oder Wasserkocher für Nudelwasser etc.
    Und da bin ich ja sehr froh dass der Geschirrspüler besser ist als von Hand zu spülen ;o)
    Liebe Grüße
    Chrissi

    1. Wie cool, Glückwunsch! Weiter so :-)
      Und die Sache mit dem Geschirrspüler freut mich auch seeehr! Ist sowieso auch besser für unsere zarten Händchen ;-)
      Liebe Grüße,
      Steffi

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