Was macht man eigentlich mit Aloe Vera?

Aloe Vera Gel

Das habe ich mich gefragt, als ich neulich in meinem Biomarkt die riesigen Blätter in der Gemüseabteilung entdeckte. Ich habe natürlich sofort eins mitgenommen und zu Hause recherchiert, was damit alles möglich ist. Dass Aloe Vera wahnsinnig gesund ist und toll für die Haut wusste ich schon. Und Aloe Vera-Saft hatte ich auch schon mal gekauft und in meinen Smoothie geschüttet. Aber selbst so ein 50 cm langes, stacheliges Ding zu Hause zu haben ist schon aufregend!

Aloe Vera ist ein Liliengewächs

Was kann also Aloe Vera?

Die Inhaltsstoffe und Wirkungen

Aloe Vera ist kein Kaktus, wie man denken könnte, sondern genauso wie Knoblauch oder Zwiebeln ein Liliengewächs. Und da sie in Wüstengebieten wächst, trägt sie den wunderschönen Namen „Wüstenlilie“. Sie hat sich perfekt an die rauen, trockenen Gegebenheiten angepasst, speichert Flüssigkeit in ihrem durch die harte Haut gut geschützten Gel und bildet ihre Nährstoffe selbst.

Das Gel der Aloe Vera ist richtig gesund

Sie ist richtig hart im nehmen und genau das können wir uns zu Nutze machen, wenn wir ihr Gel zu uns nehmen. Es enthält nämlich über 200 Wirkstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, sieben von acht essentiellen Aminosäuren, ätherische Öle etc.), die super für das Immunsystem sind, bei Verdauungsstörungen wie Morbus Chron, Reizdarm oder Magengeschwüren helfen, entzündungshemmend wirken, die Wundheilung unterstützen, toll für die Haut sind usw., usw.

Besonders wichtig ist das Acemannan, ein Polysaccharid (Mehrfachzucker), das die Aloe Vera zur Heilpflanze macht. Es hat nämlich die Eigenschaft, das Immunsystem zu stärken, indem es die Abwehrzellen aktiviert und uns gegen Viren, Bakterien und Pilze stärkt. Bis zur Pubertät bilden wir es selbst, anschließend müssen wir es über die Nahrung zu uns nehmen.

Aloe Vera

Wie kommt man an die Inhaltsstoffe ran?

Man kann Aloe Vera bzw. ihr Gel entweder essen oder äußerlich anwenden.

Wenn man sie isst, ist wichtig, dass das Aloin, ein Bitterstoff, der in der Blatthaut ist, nicht mitgegessen wird, denn er wirkt abführend und kann in großen Mengen echt Probleme bereiten. Man sieht es aber, wenn man das Blatt aufschneidet und kann es so vermeiden.

Aloin - der Bitterstoff der Aloe Vera

Schneidet dazu den Blattansatz großzügig ab. Dann kann man das Blatt in ca. 5cm breite Streifen schneiden. Stellt den Streifen auf die Schnittfläche, schneidet die Kanten ab, an denen die Stacheln sitzen, und anschließend großzügig das restliche Grün. Wenn Ihr gelbliche Schlieren seht (so wie auf dem Bild), schneidet schön drum herum, das ist das Aloin.

Wenn Ihr dann das reine, glibberige Gel habt, könnt Ihr es einfach mit Obst, Gemüse, Saft, Tee oder Wasser vermixen. Ich habe immer das Gel von so einem 5 cm-Streifen in meinem Smoothie verarbeitet. Ihr könnt aber auch mehr verwenden. Tastet Euch einfach ran. Es schmeckt eigentlich sehr neutral und riecht nur manchmal etwas gewöhnungsbedürftig (das geht aber im Smoothie unter).

Aloe Vera im Smoothie

Grüner Smoothie mit Aloe Vera

Aloe Vera zur Hautpflege

Die abgeschnittenen Teile, also die Blattrinde, an der auch noch ein bisschen Gel ist, könnt Ihr dann nehmen und damit mit der Gelseite über Eure Haut streichen. Das kühlt toll (hilft auch bei Sonnenbrand), hilft bei der Wundheilung (man kann es auch als Pflaster verwenden und direkt auf Schürfwunden schmieren) und macht ganz tolle, weiche Haut.

Aloe Vera ist super für die Haut

Wenn man das Blatt (oder klein geschnittene Teile davon) im Kühlschrank aufbewahrt, hält es bis zu drei Monate.

Also ich finde Aloe Vera echt toll und werde sie wieder mal kaufen, wenn ich sie irgendwo sehe. Wie sieht’s mit Euch aus? Habe ich Euch neugierig gemacht?

Eure Steffi

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5 Kommentare

  1. Mein Chemielehrer hatte immer eine Aloe-Vera Pflanze in seinem Raum, falls man sich beim Experimentieren die Hand verbrennt :) Das ist echt super angenehm und heilsam!

    1. Das ist ja ein cleverer Chemielehrer! Ich finde die Pflanze einfach total faszinierend und habe noch was im Kühlschrank – wer weiß, vielleicht verbrenne ich mich ja mal beim Kochen, auch wenn ich mir das nicht wünsche ;-)
      Liebe Grüße,
      Steffi

  2. Hallo Steffi,

    vielen Dank für die Info mit dem Aloin – ich habe selbst viele Aloe-Vera-Pflanzen zu Hause und mir immer so ein 10cm Stück (so fingerbreit) mit der Haut in den Smoothie getan… aber dann werde ich in Zukunft doch lieber die Haut abmachen.
    Wieder was gelernt:-) Danke dir!

    Liebe Grüße, Fanny

    1. Sehr gerne. Und vielen Dank für Deinen lieben Kommentar!
      Vielleicht war ja nicht so viel Aloin drin bei Deiner Pflanze und Du hast Glück gehabt, es gut zu vertragen. Aber ich würde tatsächlich auch lieber die Haut großzügig wegschneiden, zur Sicherheit ;-)
      Ganz liebe Grüße,
      Steffi

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