Meine aktuellen Lieblingsbücher

Ratgeber und Kochbücher finde ich richtig gut, aber ich habe gemerkt, dass man echt genau hinschauen muss. Denn viele sehen gut aus, haben tolle Cover und Bilder, aber letztendlich steht genau das Gleiche drin wie in unzähligen anderen Büchern. Deshalb freue ich mich immer, wenn ich ein neues Buch entdecke, das mich überzeugt und das nicht ungelesen im Regal landet und irgendwann verschenkt oder verkauft wird.

Meine aktuellen Lieblinge habe ich heute für Euch kurz zusammengefasst…

Die smarticular-Ratgeber

Die Bücher von smarticular zählen für mich eindeutig zu den Guten. Den Superguten sogar. Ohne viel Geschnörkel enthalten sie die volle Breitseite umweltfreundliche Tipps, Tricks und Inspirationen, genauso wie die Webseite von smarticular, auf der ich mich meist Stunden aufhalte und von einem interessanten Artikel zum nächsten fliege.

Angefangen habe ich mit „Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie“. Darin werden unglaublich viele Tipps verraten, was man mit nur fünf Mittelchen – Natron, Soda, Zitronensäure, Essig und Kernseife – alles selbst herstellen kann. Eigentlich lauter alte Hüte, die unsere Großeltern schon kannten, die aber in den letzten Jahrzehnten langsam in Vergessenheit geraten und durch viele bunte, aufwendig verpackte, oft mit Chemikalien gespickte Produkte ersetzt worden sind. Zum Beispiel diverse Putzmittel, Waschmittel, Kosmetik, Küchenhelfer, Mittelchen, die man im Garten und zur Pflanzenpflege einsetzen kann und so weiter. Ich persönlich habe schon ganz viele der DIY-Putzmittel ausprobiert und mir mein erstes eigenes Deo gemacht, das wirklich richtig gut wirkt!

Aktuelle Lieblingsbücher - Selber machen statt kaufen

Mein zweiter smarticular-Ratgeber war dann „Selber machen statt kaufen – Küche“. Darin geht es darum, welche Fertigprodukte man (in gesünderer Variante) selbst herstellen kann. Zum Beispiel Gemüsebrühe, Joghurt, Sauerteig, Brotaufstriche, Hustensaft, pflanzliche Milch, Schokolade etc. Einige der Rezepte kannte ich schon, aber bei 137 Tipps sind trotzdem noch genug Anregungen für mich dabei, die ich nach und nach austesten werde.

MEIN FAZIT: Zwei sehr wertvolle Bücher, die ich ständig in der Hand habe und die meinen Alltag tatsächlich ein bisschen verändert haben.

+++

Die Küche der Achtsamkeit von Tainá Guedes

Achtsamkeit ist in den letzten Jahren zu einem richtigen Schlagwort geworden und ich schaue deshalb immer genau hin, ob es nur gebraucht wird weil es chic ist und sich gut verkauft, oder ob es wirklich um Achtsamkeit geht. Denn hinter diesem Begriff steckt sehr viel Wertvolles, das auch ich erst in den letzten Jahren für mich gelernt habe. Man kann Achtsamkeit ja für sich selbst üben, aber auch gegenüber seiner Umwelt. Grundsätzlich geht es jedoch einfach darum, die Augen auf zu machen und nicht wegzuschauen wenn es unangenehm wird. Ein sehr realistisches, wertfreies „Konzept“, das einen weg von einer Außen-Ausrichtung (Was wird von mir erwartet, Wie „macht man das“, Habe ich das verdient?) und hin zu Eigenverantwortung, Bewusstsein und Reflexion führt. Für mich DIE Basis für ein zufriedenes Leben.

Tainá Guedes, die wunderbare Frau hinter der „Küche der Achtsamkeit“ hat ebenfalls gelernt, aufmerksam gegenüber sich selbst und der Umwelt zu sein. Sie ist in Brasilien aufgewachsen, hat aber auch japanische Wurzeln und stieß irgendwann auf das Prinzip „Mottainai“, das aus dem japanischen Buddhismus stammt und frei übersetzt Wiederverwertung und -verwendung, Reduktion, Respekt und Dankbarkeit umfasst. Das hat sie sehr fasziniert, denn Essen (inkl. Einkaufen und Kochen) verbindet ihrer Meinung nach die gesellschaftlichen, politischen, ökologischen und ökonomischen Aspekte des Lebens und zeigt sich ebenso in Gefühlen und Kommunikation. Genau diese Gedanken fand sie in Mottainai wieder.

In ihrem Buch, das auch auf diesem buddhistische Prinzip fußt, hat sie viele persönliche Geschichten und Rezepte zusammengefasst, die sich ganz toll lesen, auch wenn man gerade nicht in der Küche steht und vor hat zu kochen. Ihre Rezepte sind inspiriert von Menschen, die ihr überall auf der Welt begegnet sind und verfolgen allesamt den Wunsch, nichts zu verschwenden, sondern das Beste aus dem kleinsten Krümel herauszuholen und dabei auch noch gesund und kreativ zu sein. Man findet u.a. Gerichte aus ihrer Kindheit, spezielle Reste-Ideen für Brot, Obst und Gemüse (inkl. der Schalen und sonstigen „Abfälle“), Rezepte ohne Industriezucker, Leckeres für Kinder und auch ganz simple Grundrezepte wie Gemüsebrühe, Tomatensoße, Reis etc. Außerdem hat sie ganz viele Tipps zur Lagerung und zum Einkauf von Lebensmitteln zusammengetragen. Und das alles in einer sehr liebevollen, klaren, intelligenten Sprache, ergänzt um tolle Fotos und Bilder.

MEIN FAZIT: Endlich mal wieder ein Kochbuch, das heraussticht und mich wirklich inspiriert!

+++

The Grammar of Spice von Caz Hildebrand

Ich muss zugeben, ich habe noch gar nicht so viel in dieses Buch rein geschaut, da ich es erst kürzlich von einer lieben Freundin geschenkt bekommen habe. Aber was sofort ins Auge sticht, sind die wunderschönen, bunten Muster, die es anstelle von Fotos der vorgestellten Gewürze gibt. Das Buch ist nämlich gedacht als Hommage an Owen Jones, einen Architekten und Designer aus dem 19. Jahrhundert, dessen bekanntestes Buch „The Grammar of Ornaments“ sich mit der Anordnung von Form und Farbe in Architektur und dekorativer Kunst beschäftigte. Caz Hildebrand, die Autorin des Buches hat die originalen Illustrationen von Jones reproduziert, sie teilweise etwas abgewandelt oder sich davon inspirieren lassen. Jedenfalls hat sie versucht, immer Muster und Gewürze zu kombinieren, die das selbe Ursprungsland haben. Sie ist übrigens nicht nur Autorin, sondern auch selbst Designerin und hat schon viele tolle Kochbücher (z.B. von Ottolenghi) gestaltet. Bei der Recherche zu diesem Artikel bin ich noch auf viele weitere hübsche Bücher von ihr gestoßen, die ich mir bestimmt bald genauer anschauen werde.

Nun aber zum eigentlichen Thema des Buches. Es geht nämlich um Gewürze. Und die sind für mich essentiell. Ich merke das immer dann, wenn ich in fremden Küchen koche und meine Gewürze nicht da habe. Eigentlich verwende ich meist nur Salz, Pfeffer und Zitrone, aber ab und zu fehlt das gewisse Etwas, das das Essen besonders lecker macht, und dann greife ich tiefer in mein Gewürzregal.

Ich kenne zwar schon viele Gewürze, aber in Caz Hildebrands Buch habe ich noch einige entdeckt, von denen ich noch nie gehört habe. Das Gute ist: sie beschreibt sie sehr schön, erzählt kleine Geschichten zu ihrer Herkunft und hat Tipps parat, wozu sie passen was man mit ihnen unbedingt mal ausprobieren sollte.

MEIN FAZIT: Ein Buch, das mich auf vielen Ebenen anspricht und inspiriert. Eine tolle Ergänzung zu meinem All-time-favourite „Der Geschmacks-Thesaurus“.

+++

Ich hoffe, ich konnte Euch ein paar Bücher schmackhaft machen und freue mich immer über viele gute Tipps!

Eure Steffi

Das könnte Dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.